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Aktionsvideo des Teams "Spread the Word"

Dieses Aktionsvideo wurde uns anonym zur Verfügung gestellt:

Video mp4 69MB

Kontakt bei Post von Polizei/Staatsanwalt/Gericht

Falls ihr im Kontext der Climate & Justice Games Post von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht bekommt, wendet euch bitte so schnell wie möglich direkt an:

CAT (Climate Antirepression Team)

Kontakt-Email: cat@nirgendwo.info

PGP-Schlüssel: 0x102ea520d17f0653

Video

Endlich steht das Abschluss-Video bereit - mit Aufnahmen und Fotos von den vielfältigen Protesten und Aktionen, die während der Climate & Justice Games stattfanden.

Ihr könnt es hier angucken.

Außerdem möchten wir uns bei allen Unterstützer*innen und Aktivist*innen bedanken, die uns geholfen haben, diese intensive Woche zu rocken!

Redebeitrag vom Bündnis "Marxismus und Tierbefreiung"

Bei der Demonstration "Schluss mit der Eurotier - Gerechtigkeit, jetzt und hier" hat das Bündnis "Marxismus und Tierbefreiung" folgende Rede beigesteuert:

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen!

Die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft organisierte „EuroTier“ ist die weltweit größte Messe für Tierhaltung und Tierzucht. Die „Leitmesse für Tierhaltungsprofis“, wie sie sich nennt, gibt sich den Anschein, es ginge ihr um tierfreundliche Ambitionen, man wolle „den Blick für das Tier nicht vernachlässigen“. Tatsächlich ist die „EuroTier“ eine Plattform global agierender Unternehmen – den Schwergewichten des Fleisch-Kapitals, das mit „Tierfreundlichkeit“ schlicht unvereinbar ist. Seine Akkumulationsstrategien sind vielmehr unweigerlich mit der systematischen Quälerei und Tötung von Tieren verbunden.

Fleisch-MagnatInnen wie Tönnies und Vion sind mit ihren hauseigenen Zucht-, Vermarktungs- und Handelsorganisationen genauso vertreten wie der deutsche Geflügelfleisch-Monopolist, die PHW-Gruppe mit seiner Marke „Wiesenhof“. Unternehmen der Tierzucht, Futterhersteller, Hersteller von Hallen und Mastanlagen und Unternehmen der Melktechnik präsentieren ihre neusten „Innovationen“, um das Leid und den millionenfachen Tod der Tiere noch effizienter und profitabler zu gestalten. Es kommt nicht von ungefähr, dass rund die Hälfte der Aussteller aus der Bundesrepublik stammt: Deutschland ist „der Schlachthof Europas“.

Gleichzeitig mit der „EuroTier“ findet die ebenfalls von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft konzipierte „EnergyDecentral“ statt. Offiziell ist das „eine internationale Fachmesse für innovative Energieversorgung“ – tatsächlich ist diese zweite Messe aber nicht mehr als ein grünes Feigenblatt, um die von der Tier-Industrie verursachten katastrophalen Folgen für Mensch, Tier und Natur zu verschleiern.
Grün-etikettierte Strategien dieser Art haben Hochkonjunktur: Fleisch-Konzerne führen vegane Produkte ein, um neue Märkte zu erschließen und gleichzeitig eine Abkehr von ihrer anti-ökologischen Unternehmenspraxis zu suggerieren. Das ist eine Doppel-Strategie, die dem Kapital auch sonst nicht fremd ist: die Industrienationen überschwemmen mit subventionierten Fleisch-Exporten die Länder der Peripherie. Gleichzeitig möchte dasselbe Personal keinen systematischen Zusammenhang von Fleischproduktion, Klimawandel und globaler Armut erkennen. Stattdessen beschäftigen sie die Welt mit nutzlosen Gipfel-Treffen und Verhandlungen, die vorgeblich den Klimawandel eindämmen sollen.

Das Pariser Klimaabkommen ist dafür beispielhaft: zwar einigten sich 195 Staaten erstmals in der Geschichte auf eine Obergrenze der globalen Erderwärmung – die wahren Ursachen der Klimazerstörung fassen die Unterzeichner des Abkommens aber nicht an. Kein Wort zu der grenzlosen Jagd westlicher Konzerne nach höheren Profiten, kein Wort zum systematischen Zusammenhang zwischen kapitalistischem Wachstum und Naturzerstörung ist dem Abkommen zu entnehmen. Die Feststellung, dass „der Abbau der Wiederkäuerbestände“ für den Klimaschutz entscheidend ist, wurde damals im Klimaschutzplan der Bundesregierung auf Betreiben des Landwirtschaftsministers gestrichen!

Die Folgen dieser verheerenden Praxis haben diejenigen zu tragen, denen es an einer schlagkräftigen Lobby fehlt: die ArbeiterInnen, Marginalisierten und die Tiere. Ginge es nach den UnterzeichnerInnen, soll die kapitalistische Produktionsweise wie gewohnt weitergehen – der Klimawandel möge „uns“ aber bitte verschonen.
Doch wie ist den Fleisch-Kapitalisten, ihren grünen Stichwortgebern und politischen Handlangern das Handwerk zu legen? Eins sollte uns klar sein: die Profiteure des Tiermords handeln nicht bloß aus vermeintlicher Überlegenheit oder moralischen Vorurteilen gegenüber den Tieren. Das industrielle Töten von Tieren und die Zerstörung des Klimas und der Natur insgesamt sind in der ökonomischen Struktur des Kapitalismus angelegt – sie sind grausame Realität, weil sie für eine kleine Gruppe von KapitalbesitzerInnen profitabel sind. Für sie sind die Körper der Tiere nur Rohstoffe, während die Arbeitskraft der Schlachthof-ArbeiterInnen dazu dient, ihre Profite zu sichern. Sklavenähnliche Bedingungen, Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden, körperliche und psychische Erkrankungen sind dafür die „Belohnung“. Kaum eine Industrie ist dermaßen von systematischer Spaltung der Belegschaften durch Werkverträge und Leiharbeit betroffen, in kaum einer Industrie wird die gewerkschaftliche Organisierung der ArbeiterInnen dermaßen unterdrückt. Diejenigen, die dazu verdammt sind, täglich ihre Arbeitskraft an die Fleisch-KapitalistInnen zu verkaufen, haben eines mit den Tieren gemein: ihre objektive Feindschaft gegenüber dem Kapital.

Darum ist die Frage, „wie wir leben wollen“ keine Frage der Ethik, sondern eine Systemfrage. Wenn wir wollen, dass alle Produktion demokratisiert und auf die Bedürfnisse von Menschen, der Tiere und Natur ausgerichtet wird anstatt auf die Profite weniger KapitalbesitzerInnen, dann müssen wir die Eigentumsfrage stellen. Wir müssen – wie Marx und Engels es im kommunistischen Manifest forderten –, despotisch in die Eigentumsverhältnisse eingreifen. Wir können nur demokratisch über die Produktion bestimmen, wenn die Produktionsmittel in unserer Hand sind. Erst ein revolutionärer Bruch mit dem kapitalistischen System schafft die Bedingungen für eine Produktions- und Lebensweise, in der Mensch und Tier nicht länger ein erniedrigtes und geknechtetes Leben fristen müssen, in der Kriege und Naturzerstörung der Vergangenheit angehören.

Das alles sollte uns als Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung, als Klima- und Umweltbewegung längst bewusst sein: Der tägliche Widerstand – die direkten Tierbefreiungen oder die Kampagnenarbeit – führen unweigerlich zur Konfrontation mit dem Tier-Kapital. Von hier aus müssen wir die Entwicklung unserer politischen Strategie vorantreiben. Einzig das Bündnis mit antikapitalistischen Kräften der ArbeiterInnenbewegung kann dem Klassenkampf von oben mit seiner zerstörerischen Politik wirklich etwas entgegensetzen.

Wir sind heute hier, um den Profiteuren des Mordsgeschäfts, ihren ideologischen Vorfeldorganisationen und politischen Handlangern, egal ob bezahlte Propagandisten oder sogenannte „Antideutsche“, die jedwede Kapitalismuskritik mit kruden Vorwürfen unterbinden wollen, den Kampf anzusagen. Meinen wir das aber ernst, können wir uns Angst vor der eigenen Courage nicht leisten. Wir müssen eine schlagkräftige, antikapitalistische Bewegung aufbauen, denn nur sie ist fähig zu einer ökosozialistischen Wende! In diesem Sinne:

Nieder mit der EuroTier!
Für eine ökosozialistische Klima- und Tierbefreiungsbewegung!

Vier weitere Aktionen

Folgende Aktionen, die während der Climate & Justice Games stattfanden, haben uns noch erreicht:

Peta-Infostand zum Start der EuroTier:
Das peta zwei street team hat am Dienstag, den 13.11., anlässlich der Eröffnung der EuroTier-Messe mit einem Stand mit Werkzeug und Videos über die Ausbeutung informiert.


Peta-Ampelaktion:
Anlässlich der EuroTier-Messe hat das peta zwei Street team eine Ampelaktion gemacht, um Autofahrer*innen auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen.



Außerdem: ein Aktion von Animal Save Hannover:



Letzten Freitag - 9.11. -  waren wir von Hannover Animal Save wieder vor einem Schlachthof in Gleidingen. Dieses Vigil war anders als die bisherigen. Leine-Fleisch hatte einen Bereich auf dem Betriebsgelände für uns abgesperrt, sodass wir die Transporter nicht extra stoppen mussten und problemlos an diese herangehen konnten, um den Tieren noch etwas Liebe zu schenken und sie zu filmen bzw. zu fotografieren - ihre Geschichte muss erzählt werden!

Sie sind die Opfer eines Systems, das seine Säulen auf Ausbeutung und Leid erbaut. Es ist ein System, das nicht davor zurückschreckt, fühlende Individuen zu Nummern zu degradieren und sie in die Anonymität einer schier unfassbaren Masse zu drängen. Es ist ein System, das sich Karnismus nennt und das jedes Jahr etwa 56 Milliarden nichtmenschlichen Landtieren das Leben kostet. 56 Milliarden! 56 Milliarden wundervolle Persönlichkeiten, die pro Jahr getötet werden, nur weil es uns menschlichen Tieren schmeckt, weil wir den Konsum von Teilen eines toten Körpers, dem Eutersekret einer Mutter oder das Ovulationsprodukt des weiblichen Zyklusses als "Tradition" bezeichnen. Vielleicht auch einfach nur, weil wir zu bequem sind, um unsere Gewohnheiten umzustellen?
Wie kann all das unseren Umgang mit diesen Tieren rechtfertigen? Was wäre, wenn es sich bei ihnen nicht um Schweine handeln würde, sondern um Hunde oder Katzen? Wären die oben genannten Gründe es noch immer wert, all das in Kauf zu nehmen, was die Tiere durchleben müssen?

Dieses Mal konnten wir wirklich viel Zeit mit ihnen verbringen. Es waren so unfassbar kostbare und gleichzeitig herzzerreißende Momente, die einem erneut ins Gedächtnis rufen, wie ungerecht dieses System ist, aber auch, wie wundervoll diese Lebewesen sind.

Und bitte glaubt mir, es braucht wirklich nicht viel Zeit, um zu erkennen, dass hinter jedem dieser schönen Augenpaare eine faszinierende Persönlichkeit steckt.


Radfahrerin und Kleinlaster blockieren sich 40 Minuten

Weil ein LKW einer Fahrradfahrerin auf einer Fahrradstraße die Vorfahrt nahm, blockierte sie ihn für circa 40 Minuten. Auf Twitter wurde darüber heiß diskutiert und sogar in die Lokale Zeitung Neue Presse schaffte es die Aktion.

http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Radfahrerin-und-Lkw-Fahrer-blockieren-sich-in-Hannover-40-Minuten-lang

Aktionen & Events:

Dienstag 13.11.18

14:00 -14:30
Aktion: Landwirtschaft erLEIDEN
Vor dem Eingang Messe/Nord
16:00 -19:00
Medienaktion: 2 Tage - 2 Städte - 40 Aktivist_innen
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover

Mittwoch 14.11.18

17:00 - 19:00
Aktionstag gegen Pelz und Leder
Platz der Weltausstellung, 30159 Hannover
19:00
Küfa

Donnerstag 15.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:00-18:00
Filmvorführung vor McDonalds
Mc Donalds Ehmann, Andreasstr. 1
16:30-19:00
Workshop zu Kleingruppenaktionen
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn
20:00
Vorbereitungstreffen Rallye
UJZ-Korn

Freitag 16.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:30-18:00
Workshop zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
UJZ-Korn
18:00 - 22:00
Film der Prozess, anschließende Diskussion
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn

Samstag 17.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
13:00-16:00
Demo gegen die EuroTier Messe
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover
18:00
Küfa
UJZ-Korn
19:00
Abschlussveranstaltung & Feedback
UJZ-Korn
21:00
Konzert mit Shoob & TorkelT
anschließend Party
UJZ-Korn