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Der wahre Preis der Mode

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Aktivist*innen der Climate & Justice Games stellten heute fest, dass bei der Hannoveraner Niederlassung des Textilkonzerns "Primark" Ware massenweise falsch ausgezeichnet worden war. Weder die extremen Ausbeutungsverhältnisse in den Herstellerländern noch die Umweltkosten waren auf den Preisetiketten richtig angegeben. Kurz entschlossen halfen sie deshalb dem Personal bei der Korrektur dieses Fehlers. Wie sie das taten, könnt ihr diesem Video entnehmen.

Die Aktion wurde vom Sicherheitpersonal von Primark professionell begleitet. Die Kund*innen akzeptierten auch sofort, dass für die Neuauszeichnung der Ware der Zutritt zum Gebäude kurzfristig auch gesperrt werden musste. Dies mag auch daran gelegen haben, dass eine Vertreter*in des Teams den Vorgang optimal an die Laufkundschaft vermittelte. Hier die Durchsage:

"Primark und andere Modeketten - wie H&M, Zara & Co - setzen auf „Fast Fashion“ zu niedrigsten Preisen. Es geht nicht darum, Kleidung ökologisch, fair und nachhaltig zu produzieren, sondern darum, Kleidung möglichst billig anzubieten, um den Konsum anzuheizen. Damit dies möglich ist, muss die Kleidung unter massiver Ausbeutung hergestellt werden. Die Näher*innen stehen unter erheblichem Zeit- und Leistungsdruck, erhalten keine existenzsichernden Löhne und haben unsichere Beschäftigungsverhältnisse. In den Betrieben werden Sicherheits- und Gesundheitsschutz missachtet. Die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter*innen wird verhindert. Auch die ökologischen Folgen sind verheerend: Kleidung wird aus billigen Synthetikfasern hergestellt, die bei der Produktion und beim Waschen ins Abwasser gelangen und die Gewässer verschmutzen. Chemikalien, die beim Färben oder in der Produktion von Baumwolle eingesetzt werden, vergiften Gewässer, Menschen und Umwelt. Zusätzlich wird die Kleidung nicht produziert und gekauft, weil sie nötig ist, sondern nur um mehr und mehr Konsum zu befriedigen. Das Zuviel an Kleidung kann gar nicht alles getragen werden und stapelt sich in Kleiderschränken. Das Ganze ist eine ungeheure Verschwendung von Ressourcen.
Damit muss Schluss sein! Globale Ausbeutung stoppen! Hier und überall!"

Aktionen & Events:

Dienstag 13.11.18

14:00 -14:30
Aktion: Landwirtschaft erLEIDEN
Vor dem Eingang Messe/Nord
16:00 -19:00
Medienaktion: 2 Tage - 2 Städte - 40 Aktivist_innen
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover

Mittwoch 14.11.18

17:00 - 19:00
Aktionstag gegen Pelz und Leder
Platz der Weltausstellung, 30159 Hannover
19:00
Küfa

Donnerstag 15.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:00-18:00
Filmvorführung vor McDonalds
Mc Donalds Ehmann, Andreasstr. 1
16:30-19:00
Workshop zu Kleingruppenaktionen
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn
20:00
Vorbereitungstreffen Rallye
UJZ-Korn

Freitag 16.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:30-18:00
Workshop zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
UJZ-Korn
18:00 - 22:00
Film der Prozess, anschließende Diskussion
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn

Samstag 17.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
13:00-16:00
Demo gegen die EuroTier Messe
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover
18:00
Küfa
UJZ-Korn
19:00
Abschlussveranstaltung & Feedback
UJZ-Korn
21:00
Konzert mit Shoob & TorkelT
anschließend Party
UJZ-Korn