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Pressemitteilung zu kreativem Protest am 16.11.2018

Climate & Justice Games, 16.11.2018

Pressemitteilung:
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Aktivist*innen protestieren in Hannover kreativ für globale
Gerechtigkeit, Klimaschutz und Tierrechte


Am Nachmittag des dritten Aktionstags der Climate & Justice Games
protestieren Aktivist*innen mit einer Reihe von Aktionen in der
Hannoveranischen Innenstadt für globale Gerechtigkeit und für
Klimaschutz und Tierrechte.

Für ihren Protest wählten die Aktivist*innen Orte, die Ihrer Ansicht
nach mitverantwortlich sind für anhaltende Ungerechtigkeiten. Vor dem
Niedersächsischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft
protestierten als Eisbären verkleidete Aktivist*innen für einen
Systemwechsel in der Landwirtschaftspolitik.

"Mindestens ein Fünftel der weltweiten Treibhausemissionen entstehen
durch Tierproduktion; zudem hat diese weitere katastrophale ökologische
Folgen wie Waldsterben, Erosion und Überdüngung", kommentierte ein
Aktivist die Protestaktion.

Nach der Aktion kam es zu einem Zwischenfall mit der Polizei:
Mitarbeiter*innen des Ministeriums hatten diese gerufen und behauptet,
dass es zu Sachbeschädigungen gekommen sei. Die Polizist*innen hielten
vier Personen fest und kontrollierten ihre Personalien; nachdem sie
einsehen mussten, dass das Malen mit Kreide den Tatbestand der
Sachbeschädigung nicht erfüllt, ließen sie die Aktivist*innen weiterziehen.

Anschließend wurde eine Primark-Fialie symbolisch gechlossen, um gegen
die Ausbeutung und Umweltzerstörung durch die „fast-fashion“-Industrie
zu protestieren. Die abschließende Station war das Niedersächsische
Ministerium für Verkehr: mit Staubmasken forderten die Aktivist*innen
eine Verkehrswende.

Die Aktionstage dauern bis Samstag an; den Abschluss der Games bildet
eine Demonstration mit dem Titel "Schluss mit der EuroTier -
Gerechtigkeit jetzt und hier". Durch die Verbindung verschiedener
sozialer Bewegungen, allen voran der Klimagerechtigkeits- sowie der
Tierrechtsbewegung, zeigt sich ein breiter Protest gegen ein ungerechtes
und destruktives System, in welchem Leben und Freiheit von Menschen und
anderen Tieren Profit-und Machtinteressen der Herrschenden untergeordnet
werden.


Hintergrund:
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Zum Anlass der EuroTier-Messe, der weltweit größten Fachmesse für
Tierhaltung, haben Gruppen aus dem Klima-, Umwelt- und
Tierrechtsspektrum zu Climate & Justice Games in Hannover aufgerufen.
Climate & Justice Games sind Aktionstage, bei denen kleine Gruppen auf
unterschiedliche Weise ihren Protest zum Ausdruck bringen können. Um
deutlich zu machen, dass die Ausbeutung von Menschen, Tieren und der
Natur nicht losgelöst voneinander zu betrachten ist, und um die
gemeinsamen Kämpfe von vielen linken und sozialen Bewegungen zu stärken,
haben die Veranstalter*innen Klima und Gerechtigkeit gleichermaßen in
den Fokus gerückt. Neben der EuroTier-Messe stehen deshalb auch andere
Aktionsziele auf dem "Spielplan". Das Ziel soll sein, ganz
unterschiedliche Orte und Akteure, die für den Klimawandel, soziale
Ungerechtigkeit und Tierausbeutung stehen, aufzuzeigen und zu stören.

Die internationale EuroTier-Messe findet alle zwei Jahre in Hannover
statt und ist eine der weltweit größten Tierhaltungsmessen. Vom 13. bis
16. November kommen über 2500 Aussteller*innen und über 150 000
Besucher*innen aus unterschiedlichen Branchen rund um Tierhaltung
zusammen. Bereits vor zwei Jahren demonstrierten Klimaaktivist*innen
zusammen mit Tierrechtler*innen unter dem Motto „Tierproduktion stoppen
– Klima retten“ gegen die Messe.


Weiteres Material:
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Fotos:
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https://climate-and-justice.games/static/media/uploads/2018-11-16-rally-7.jpg
https://climate-and-justice.games/static/media/uploads/2018-11-16-rally-6.jpeg
https://climate-and-justice.games/static/media/uploads/2018-11-16-rally-8.jpg



Kurzprofile der Bündnispartner*innen:
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Animal Climate Action:
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Animal Climate Action (AniCA) ist eine überregionale Gruppen von
Aktivist*innen. Das Ziel der Gruppe ist es, den Zusammenhang von
Klimawandel und Tierproduktion deutlich zu machen – in der Klima- und
der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung sowie in der weiteren Öffentlichkeit.

Animal Rights Watch:
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Mit sorgfältigen Recherchen, sachlicher Information und innovativen
Aktionen engagiert sich die überregionale Gruppe ARIWA gegen
Verschleierung und Verdrängung - und für die Anerkennung von
Tierrechten. Zur Aufklärung der Öffentlichkeit und praktischer Hilfe für
Tiere in Not sind sie bundesweit mittels vieler Ortsgruppen aktiv.

Zucker im Tank:
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Zucker im Tank ist eine unterstützende Struktur für
Kleingruppenaktionen, besonders im Rheinischen Braunkohlerevier. Durch
Workshops und ähnliches wollen sie Menschen zu selbstorganisierten
Aktionen befähigen. Dabei liegt der Fokus auch auf der Verbindung
verschiedener herrschaftskritischer Kämpfe.


Kontakt zum Presseteam der Climate & Justice Games:
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Telefon: 015213279611
E-Mail presse@climate-and-justice.games
PGP:
https://pgp.key-server.io/pks/lookup?op=get&fingerprint=on&search=0xA0D2DFDAEFAF682F

Aktionen & Events:

Dienstag 13.11.18

14:00 -14:30
Aktion: Landwirtschaft erLEIDEN
Vor dem Eingang Messe/Nord
16:00 -19:00
Medienaktion: 2 Tage - 2 Städte - 40 Aktivist_innen
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover

Mittwoch 14.11.18

17:00 - 19:00
Aktionstag gegen Pelz und Leder
Platz der Weltausstellung, 30159 Hannover
19:00
Küfa

Donnerstag 15.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:00-18:00
Filmvorführung vor McDonalds
Mc Donalds Ehmann, Andreasstr. 1
16:30-19:00
Workshop zu Kleingruppenaktionen
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn
20:00
Vorbereitungstreffen Rallye
UJZ-Korn

Freitag 16.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:30-18:00
Workshop zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
UJZ-Korn
18:00 - 22:00
Film der Prozess, anschließende Diskussion
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn

Samstag 17.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
13:00-16:00
Demo gegen die EuroTier Messe
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover
18:00
Küfa
UJZ-Korn
19:00
Abschlussveranstaltung & Feedback
UJZ-Korn
21:00
Konzert mit Shoob & TorkelT
anschließend Party
UJZ-Korn