Hier geht's zum Newsticker!!!

Pressemitteilung zum Auftakt der Climate & Justice Games vom 14.11.2018

Climate & Justice Games, 14.11.2018


Pressemitteilung:

Climate & Justice Games in Hannover überaus erfolgreich gestartet

Mit insgesamt vier Aktionen verlief der erste Tag der Climate & Justice Games nach Ansicht der Organisator*innen überaus erfolgreich!

Bereits am frühen Morgen besuchte das Team "Die Eulen" das Jobcenter, die Ausländerbehörde, das Landvolk Niedersachsen und E.ON, und brachte an diesen "Orten der Ungerechtigkeit" farbliche Markierungen an. Es folgte eine Sitzblockade der Gruppe Kampagne gegen Tierfabriken vor dem Agrarkonzern Cargill in Haren. Den Abschluss des Tages bildeten zwei Kundgebungen der Tierrechtsgruppe Animal Rights Watch.

Ein überregionales Bündnis von Organisationen aus der Klimagerechtigkeits- und Tierrechtsbewegung hat für den 13. bis zum 17. November 2018 zu den Climate & Justice Games in Hannover aufgerufen. Anlass ist die zur selben Zeit stattfindende EuroTier-Fachmesse für Tierhaltung auf dem Hannoveraner Messegelände.

"Wir erwarten diese Woche Aktionen gegen Klimawandel, Tierausbeutung und andere Formen der Ungerechtigkeit. Dass so früh schon so viel passiert, hat selbst uns überrascht", sagt Mitorganisatorin Andrea Koschowski von der Gruppe Animal Climate Action.

Bereits am Tag vor dem offiziellen Beginn der "Spiele" hatten außerdem bereits die Umweltorganisationen Robin Wood und Mighty Earth an einem Futtermittelwerk in Haren ein Transparent entrollt.

Zum Anlass der EuroTier-Messe, der weltweit größten Fachmesse für Tierhaltung, haben Gruppen aus dem Klima-, Umwelt- und Tierrechtsspektrum zu Climate & Justice Games in Hannover aufgerufen. Climate & Justice Games sind Aktionstage, bei denen kleine Gruppen auf unterschiedliche Weise ihren Protest zum Ausdruck bringen können. Um deutlich zu machen, dass die Ausbeutung von Tieren, Menschen und der Natur nicht losgelöst voneinander zu betrachten ist, und um die gemeinsamen Kämpfe von vielen linken und sozialen Bewegungen zu stärken, haben die Veranstalter*innen Klima und Gerechtigkeit gleichermaßen in den Fokus gerückt. Neben der EuroTier-Messe stehen deshalb auch andere Aktionsziele auf dem "Spielplan". Das Ziel soll sein, ganz unterschiedliche Orte und Akteure, die für den Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit und Tierausbeutung stehen, aufzuzeigen und zu stören.

Die internationale EuroTier-Messe findet alle zwei Jahre in Hannover statt und ist eine der weltweit größten Tierhaltungsmessen. Vom 13. bis 16. November kommen über 2500 Aussteller*innen und über 150 000 Besucher*innen aus unterschiedlichen Branchen rund um Tierhaltung zusammen. Bereits vor zwei Jahren demonstrierten Klimaaktivist*innen zusammen mit Tierrechtler*innen unter dem Motto „Tierproduktion stoppen – Klima retten“ gegen die Messe.


Hintergrund:

Am Dienstag Vormittag besetzten etwa 20 Umwelt- und Tierrechtsaktivist*innen von der Kampagne gegen Tierfabriken die
Zufahrt eines der 12 deutschen Standorte des Agrarunternehmens Cargill bei Salzgitter. Die Aktion stand ebenfalls im Kontext der Studie von ROBIN WOOD und Mighty Earth. Angeprangert wurden Tropenwaldrodungen für den Futtermittelanbau in Lateinamerika, woran der Konzern maßgeblich beteiligt ist und unter anderem der Belieferung des deutschen Hühnerfleischkonzern Rothkötter dient.

Im Laufe des Dienstag Nachmittags führte Animal Rights Watch (ARIWA) zwei Aktionen in Hannover durch: die Aktion „Landwirtschaft erLEIDEN“ begleitete die Eröffnung der EuroTier direkt am Gelände der Messe Hannover. Im Rahmen der Aktion hielten die Aktivist*innen Redebeiträge und suchten mit Aktionsschildern und Tierkostümen das Gespräch mit Messebesucher*innen. Außerdem wurden im ARIWA-Infomobil Recherche-Material aus Tierproduktionsstätte gezeigt. Anschließend fand auf dem Ernst-August-Platz in der Innenstadt Hannovers eine Medienaktion statt. Dort zeigten die Aktivist*innen den Pasant*innen Recherche-Videos und verteilen Flyer.

Am Montag zuvor führten die Umweltorganisationen ROBIN WOOD und Mighty Earth bereits eine Aktion an einem Futtermittel-Silo im Eurohafen Haren durch. Sie entrollten ein eindrucksvolles Banner mit der Aufschrift "Tropenwald nicht verfüttern", das über drei Silos spannte. Die betroffene Firma Rothkötter bezieht Recherchen der beiden Organisationen zufolge Soja aus illegalen Entwaldungen.


Weiteres Material:

Aktion der "Eulen":

Bericht:
https://www.climate-and-justice.games/spielplan-markiert/

Cargill-Blockade:

Ticker und Pressemitteilung:
https://www.climate-and-justice.games/pagtes/aktuell/ticker-cargill-aktion/

Fotos:
https://climate-and-justice.games/static/media/uploads/Blockade%20Cargill/cargill_block_1.jpg



Aktion von Robin Wood und Mighty Earth:

Pressemitteilung:
https://www.robinwood.de/pressemitteilungen/kein-gefl%C3%BCgelfleisch-aus-raubbau-soja


Studie:
https://www.robinwood.de/sites/default/files/Rothko%CC%88tter_Report-Digital.pdf


Fotos:
https://www.robinwood.de/sites/default/files/styles/flexslider_full/public/Aktion-Sojatier.jpg
https://www.robinwood.de/sites/default/files/styles/flexslider_full/public/Aktion-Sojatier-Transpigross.jpg


Kurzprofile der Bündnispartner*innen:

Animal Climate Action:
Animal Climate Action (AniCA) ist eine überregionale Gruppen von
Aktivist*innen. Das Ziel der Gruppe ist es, den Zusammenhang von
Klimawandel und Tierproduktion deutlich zu machen – in der Klima- und
der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung sowie in der weiteren
Öffentlichkeit.

Animal Rights Watch:
Mit sorgfältigen Recherchen, sachlicher Information und innovativen
Aktionen engagiert sie die überregionale Gruppe gegen Verschleierung
und Verdrängung - und für die Anerkennung von Tierrechten. Zur
Aufklärung der Öffentlichkeit und praktischer Hilfe für Tiere in Not
sind sie bundesweit mittels vieler Ortsgruppen aktiv.

Zucker im Tank:
Zucker im Tank ist eine unterstützende Struktur für
Kleingruppenaktionen, besonders im Rheinischen Braunkohlerevier. Durch
Workshops und ähnliches wollen sie Menschen zu selbstorganisierten
Aktionen befähigen. Dabei liegt der Fokus auch auf der Verbindung
verschiedener herrschaftskritischer Kämpfe.


Kontakt zum Presseteam der Climate & Justice Games:

Telefon: 015213279611
E-Mail presse@climate-and-justice.games
PGP: https://pgp.key-server.io/pks/lookup?op=get&fingerprint=on&search=0xA0D2DFDAEFAF682F

Aktionen & Events:

Dienstag 13.11.18

14:00 -14:30
Aktion: Landwirtschaft erLEIDEN
Vor dem Eingang Messe/Nord
16:00 -19:00
Medienaktion: 2 Tage - 2 Städte - 40 Aktivist_innen
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover

Mittwoch 14.11.18

17:00 - 19:00
Aktionstag gegen Pelz und Leder
Platz der Weltausstellung, 30159 Hannover
19:00
Küfa

Donnerstag 15.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:00-18:00
Filmvorführung vor McDonalds
Mc Donalds Ehmann, Andreasstr. 1
16:30-19:00
Workshop zu Kleingruppenaktionen
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn
20:00
Vorbereitungstreffen Rallye
UJZ-Korn

Freitag 16.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
16:30-18:00
Workshop zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
UJZ-Korn
18:00 - 22:00
Film der Prozess, anschließende Diskussion
UJZ-Korn
19:00
Küfa
UJZ-Korn

Samstag 17.11.18

11:00
Offenes Plenum & Bezugsgruppenbildung
UJZ-Korn
13:00-16:00
Demo gegen die EuroTier Messe
Ernst-August-Platz, 30159 Hannover
18:00
Küfa
UJZ-Korn
19:00
Abschlussveranstaltung & Feedback
UJZ-Korn
21:00
Konzert mit Shoob & TorkelT
anschließend Party
UJZ-Korn